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Warum dauert die Bearbeitung meiner Wäsche in einer Wäscherei so lange?
Warum "verschwindet" in einer Wäscherei so viel Wäsche?
Warum kann die Wäscherei nicht genauso schonend waschen wie ich Zuhause?
Um welche Krankheit handelt es sich bei MRSA und warum wird darüber so viel gesprochen?
Wie errechne ich die benötigte Menge an Texilien bei der Ausstattung eines Objektes?

Warum dauert die Bearbeitung meiner Wäsche in einer Wäscherei so lange?
In der Regel dauert die Bearbeitung der Wäsche gar nicht so lange. Die wichtigere Frage ist die der Logistik. Wäsche die an eine Wäscherei angeliefert wird, hat keine lange Standzeit, d. h. sie wird so schnell wie möglich mit der nächsten Charge gewaschen - spätestens am nächsten Tag. Die Nachbearbeitung, sprich das Trocknen, Mangeln bzw. das Legen und verpacken benötigt ebenfalls Zeit. Danach ist man an den Belieferungsrhythmus gebunden, der mit dem Kunden vereinbart und in der Tourenplanung verankert ist. Oft stellt sich auch die Frage der Standzeiten beim Kunden. Wie lange liegt die Wäsche bereits im Haus bis sie bereitgestellt wird und wie lange dauert die Verteilung der frisch angelieferten Wäsche. Wenn Wäsche "lange" unterwegs ist, lohnt es sich den gesamten Weg, den die Wäsche zurücklegt einmal genauer zu analysieren.
 

Warum "verschwindet" in einer Wäscherei so viel Wäsche?
"Viel" ist zunächst einmal relativ. Die meisten Wäschereien führen über Fehllieferung bzw. reklamierte Wäsche Statistiken. Der Anteil der fehlgelieferten Wäsche liegt bei nicht mal 1 Promille - aber 1 Promille bei einer Tagesleistung von z.B. 10 Tonnen Wäsche bei der Wäscherei Büchele sind immerhin 10 kg Wäsche, die nicht zur ihrem Eigentümer sofort zurückkehrt. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Beim Löwenanteil handelt es sich schlichtweg um nicht oder fehlerhaft gekennzeichnete Wäsche, die man dem Kunden nicht mehr zuordnen kann. Bei einem kleineren Anteil vermischen sich Wäscheposten im Laufe der Bearbeitung z.B. im Trocknungsprozeß, die durch die anschließende maschinelle Legung nicht mehr identifiziert werden kann. Und schließlich werden überall dort wo Menschen arbeiten auch Fehler gemacht und die Wäsche falsch sortiert. Bei anderen Reklamationen hatte die Wäsche auch nie den Weg zur Wäscherei gefunden und taucht irgendwann beim Kunden wieder auf - wie gesagt, die Gründe sind vielschichtig. Nur in Luft auflösen, kann sich die Wäsche auch in einer Wäscherei nicht.
 

Warum kann die Wäscherei nicht genauso schonend waschen wie ich Zuhause?
Die Frage des "Könnens" stellt sich hier nicht, sondern die des "Dürfens". Die Maschinen in einer Wäscherei sind heute High-Tech-Maschinen, mit punktgenauer, automatischer Dosierung und werden von ausgebildeten Textilreinigern bedient. Die Möglichkeiten einer fachmännischen auch schonenden Bearbeitung sind gegeben und werden auch maximal umgesetzt. Allerdings unterliegen Wäschereien strengen gesetzlichen Vorschriften, wie Wäsche hygienisch wiederaufbereitet werden muss. Es dürfen somit nur gelistete desinfizierende Waschverfahren eingesetzt werden, zum Schutze unserer Kunden und unserer Mitarbeiter vor Rekontaminationen von Infektionen über die Wäsche. Sollte sich der Eindruck durchsetzen, Wäsche sei nicht schonend gewaschen worden, so kann man dennoch versichern, dass immer maximale Sorgfalt im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten von Profis angewandt wird. Die Waschergebnisse werden übrigens genauso von einem unabhängigen Institut geprüft wie die Umsetzung der Hygienevorschriften.
 
Um welche Krankheit handelt es sich bei MRSA und warum wird darüber so viel gesprochen?
MRSA ist keine Krankheit, noch nicht einmal zwingend eine Infektion. Bei MRSA handelt es sich zunächst einmal um fast ganz normale Staphylokokken, also einer Bakteriengattung. Diese besiedeln häufig unsere Haut und Schleimhäute, ohne das wir etwas davon merken. Staphylokokken lösen erst eine Infektion aus, wenn Sie in unseren Organismus eindringen, z.B. bei einer Schwächung unseres Immunsystems. Hier verhalten sich MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) zunächst nicht anders. Auch eine Abtötung der Bakterien durch gelistete desinfizierende Waschverfahren ist nach wie vor gewährleistet.

Das Problem bei MRSA ist, dass diese Erregerstämme duch Antibiotikamissbrauch eine Resistenz gegen eben diese entwickelt haben und im Falle einer Infektion somit nicht mehr optimal medizinisch bekämpft werden können. Somit liegt das Hauptaugenmerk in der textilen Versorgung vor allem bei der Logistik und dem Verhindern einer ungewollten Verbreitung dieser Erregerstämme. Deswegen gelten bei MRSA genauso wie bei vielen "echten" Infektionen strenge Auflagen beim Umgang und Transport mit Patienten und kontaminierten Textilien. Ebenfalls um Multiresistenzen gegen Antibiotika handelt es ich bei anderen Begriffen wie ORSA, VRE oder ESBL, bei denen die gleichen Auflagen gelten. Sehen Sie einmal in unserer Datenbank über Krankheitserreger im Service nach oder lassen sie sich von ihrer Wäscherei beraten.
 

Wie errechne ich die benötigte Menge an Texilien bei der Ausstattung eines Objektes?
Die optimale Ausstattungsmenge ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen ist das Wechselverhalten zu ermitteln, d. h. wie viele Textilien pro Tag benötige ich bzw. wie häufig wird die Wäsche gewechselt. Manchmal gibt es Vorgaben hierzu im QualitätsManagement einer Einrichtung. Zum anderen ist die Ausstattungsmenge von der Anfahrtshäufigkeit des Dienstleisters abhängig. Um die Ausstattungsmenge mit diesen Parametern überschlagmässig auszurechnen, hat  bücheleCreative folgende Faustformel entwickelt:

b = Belieferungen pro Woche     x = Artikelbedarf pro Tag/Einheit    z = Anzahl Einheiten / Benutzer
Formel zur Ausstattungsberechnung
Beispiel:

Ein Gastronom hat 10 Tische und möchte jeden Tag eine neue Tischdecke auflegen. Am Montag hat er Ruhetag. Einmal die Woche wird er von seinem Dienstleister mit frischer Wäsche beliefert bzw. wird die benutze Wäsche abgeholt.

-> b = 1 (Belieferungen)  x = 6 (Tischdecken pro Woche/Einheit)  z = 10 (Tische)

Ausstattungsmenge = 10 * ((2.3 * 6) / 1 + 1 ) =  148 Tischdecken


Mit 148 Tischdecken ist eine Belieferung unter diesen Rahmenbedingungen gewährleistet. Allerdings gibt es nur einen kleinen Spielraum, sollten sich die Umstände deutlich ändern, z.B. durch Verschiebung der Belieferungstermine in Feiertagswochen bzw. häufigeres Eindecken der Tische, weil die Gäste besonders unvorsichtig waren. Andererseits setzt dieses Beispiel eine 100%ige Auslastung voraus, wohl dem, der so gute Geschäfte macht. Aufgrund dieser Fragezeichen handelt es sich auch nur um eine Faustformel, sprich eine Richtgrösse.

Anmerkung: Wenn Sie dieses Beispiel durchrechnen, werden Sie feststellen, dass der Faktor 2x (=> 130 TD) ausreichend wäre.  Allerdings wäre dies nicht mehr praxisbezogen, weil dann nicht eine einzige Tischdecke, aus welchen Gründen auch immer, aus dem Ablaufprozeß herausgenommen werden kann - auf Deutsch: es wird nicht immer möglich sein die Tische einzudecken.

Bei der trägerbezogenen Ausstattung von Berufskleidung wird jedoch der Faktor 2x herangezogen.

Beispiel: 2maliger Wechsel von BKL-Hosen in der Woche, 1malige Belieferung / z wird nicht berücksichtigt:
(2 * 2 / 1 +1 ) = 5 Hosen (5-fach Ausstattung).
 

Wenn auch Sie eine Frage haben, dann schreiben Sie uns unter info@textile-management-systeme.de
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